Mathematik ist heutzutage ohne Computereinsatz nicht mehr vorstellbar. Auch Mathematikunterricht in der Schule sollte sich nicht nur auf den Taschenrechner beschränken. Grundsätzlich kann man drei Kategorien von Programmen unterscheiden:
- Tabellenkalkulation (TK) für numerische Berechnungen, die Visualisierung von Daten in Diagrammen und die Simulation von Zufallsexperimenten;
- Computeralgebrasysteme (CAS) für symbolisches Rechnen (z. B. Termumformungen, Lösen von Gleichungen, Differential- und Integralrechnung) und die Visualisierung von Funktionen;
- Dynamische Geometriesysteme (DGS) können für Zeichnungen (Konstruktionen) in 2D oder 3D verwendet werden, die – anders als auf Papier – nachträglich verändert werden können.
- Programme zur Simulation dynamischer Systeme sind geeignet, Wachstumsprozesse zu simulieren und iterativ zu berechnen.
Es gibt natürlich in jeder Kategorie eine Reihe von Programmen. Teilweise verschwimmen auch die Grenzen und Programme fallen in mehrere Kategorien. Derzeit halte ich die folgenden Programme für die beste Wahl:
- GeoGebra ist ursprünglich als DGS entwickelt worden, das auch Funktionsgraphen zeichnen kann. Inzwischen enthält es auch eine Tabellenansicht, die aber eine richtige Tabellenkalkulation auch in der Schule nicht ersetzen kann.
In der Version 4 kommt eine CAS-Ansicht hinzu, die für die Schule (auch in der Oberstufe) mehr als ausreicht. Ab Version 5 wird es zusätzlich eine Ansicht für 3D-Grafiken geben.
- OpenOffice.org hat eine sehr leistungsfähige Tabellenkalkulation, die allen Anforderungen im Schulunterricht vollständig genügt.
- wxMaxima ist ein klassische Computeralgebrasystem, das für die professionelle Verwendung entwickelt wird, aber auch in der Oberstufe eingesetzt werden kann. Mit der CAS-Ansicht von GeoGebra sehe ich aber keinen Sinn darin, sich damit zu belasten. Außer, um den SchülerInnen einmal ein „echtes“ CAS zu zeigen.
- Dynasys ist ein freies Programm zur Simulation dynamischer Systeme.
Zuletzt geändert am 02. März 2011 um 12:53 Uhr